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Seit mittlerweile über 25 Jahren besteht nun der Verlag „Edition b-a-c-h unlimited“ und verwirklichte in dieser langen Zeit eine Fülle von Musikpublikationen.  Es war natürlich das gewisse Quäntchen Glück dabei, dass so viel Fachwissen über Musik jeder Art die Arbeit begünstigten. Hinzu kamen aber auch die Kenntnisse über die Erzeugung einer typografisch richtig gestalteten Notenseite. Wir konnten noch Erfahrung sammeln, wie eine Seite „gestochen“ wurde. Gleichzeitig lernten wir Stichregeln verschiedener Verlage, die früher mehr oder weniger von einer Generation zur Nächsten nur mündlich überliefert wurde. Da der Beruf des Notenstechers in Zukunft aussterben wird, geht auch das Wissen über dieses Kunsthandwerk verloren. Es liegt an uns, ob wir diese Kenntnisse an eine zukünftige Unternehmergeneration weitergeben können. Aus gesundheitlichen Gründen tritt auf den ersten Moment sicherlich eine Verbesserung ein, denn das ständige Handieren mit Bleiplatten birgt ja auch Gefahren mit sich.

Die Zeiten haben sich geändert, und nun werden die Noten mit Hilfe des Computers digital erzeugt. Bei unserer Arbeit fließt allerdings das Gelernte aus der Stichtechnik ein, was sich sofort im Notenbild bemerkbar macht.  Dadurch ist uns gelungen, innerhalb recht kurzer Zeit einen erlesenen Kundenstock aufzubauen. Wir wurden mit der Erstellung der Satzarbeiten von Schulbüchern involviert, danach folgten verschiedene Zusammenarbeiten mit musikwissenschaftlichen Forschungsstellen. Natürlich macht es Spaß, wenn aus den Medien ein Werk zu hören ist, wo man weiß, dass die Musiker aus den „b-a-c-h-Noten“ spielen. Die Qualität in der optischen Gestaltung verlangt viel manuelle Nacharbeit, dass ist aber auch der Unterschied zwischen Abschreiben und Typografie. Deshalb wurden viele Werke vielfach prämiert. Herausragend dabei ist sicherlich der Deutsche Editionspreis im Jahr 2013. Hinter dieser Ausgabe stand der Musikverlag Helbling aus Innsbruck.

(Foto mit freundlicher Genehmigung von Edition Helbling)

Obwohl wir zum Zeitpunkt unseres Betriebsstarts mit dem nötigen qualitativen Handwerkszeug ausgestattet waren, erkannten wir, dass wir „einer unter vielen“ waren, deshalb suchten wir nach Möglichkeiten, um sich aus der Masse abzuheben. Wir kamen zum Entschluss, um nach Hilfsmitteln zu suchen, die dem Auftraggeber, also einem Lektorat die Arbeit erleichtern sollte. Bei der Korrektur einer Abschrift werden gerade unsere Augen über das gewöhnliche Maß strapaziert. So haben wir begonnen, den Verlagen ein Audio-Band der Abschrift hinzuzufügen. Um ein Orchesterwerk dementsprechend aufzubereiten, setzten wir elektronische Klangerzeuger ein, es war gegenüber den anderen Typografen ein wesentlicher Pluspunkt in der Korrekturarbeit. Die korrigierten Dateien wurden anfangs per Datenträger natürlich mit der Post, später zusätzlich per ISDN über das Netz versendet. Dieser technische Fortschritt reichte aus, um aus der Vielzahl der Anbieter herauszuragen.

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